Biomechanik (Vibration- Therapie/Sport)
![]() | Die Gesetzte der Mechanik erlauben, Kräfte und mechanische Spannungen im
Haltungs- und Bewegungsapparat zu berechnen. Annahmen und Vereinfachung
sind hierzu jedoch unumgänglich, weil vielfach Kenntnisse der
räumlichen Architektur von Muskeln, Sehnen und Bändern sowie
detaillierte Kenntnisse der Materialeigenschaften der Gewebe fehlen.
Zudem ist die Strategie des Körpers, die den Einsatz und das
Zusammenwirken der Muskeln bestimmt, weitgehend unbedacht. Auch verletzte Muskeln brauchen zur Optimierung der Heilung Bewegung nach einer anfänglichen Ruhigstellung, deren Dauer von der Größe des Traumas abhängt. Für die bindegewebigen Anteile des Muskels gelten die Richtlinien der Zugbeanspruchung durch Bewegung. Diese Zugbeanspruchung wird in Längsrichtung der Muskelfasern durch Anspannung in submaximal verlängerte Stellung sowie durch maximales Entfernen vom Ursprung und Ansatz des Muskels durchführen. Auch die maximale Ausdehnung in die Breite ist wichtig, um Raum für den Muskel in seinen bindewebigen Hüllen zu schaffen. Dadurch kann ein Kompartment- bzw. Logensyndrom (lokale Mikrozirkulationsstörungen im Sinne einer Verminderung durch erhöhten Gewebedruck) vermieden werden, das durch Platzmangel des Muskels in seiner bindegewebigen Hüllen entsteht. Überbelastung durch brüske Kontraktion bzw. Verlängerung ergibt Läsionen der Muskelfasern und/ oder der bindegewebigen Muskelanteile. Überbelastung durch lang dauernde Dehnspannung (z.B. bei vertikal schwingenden Vibrationsplatten, dort bleibt der Muskel immer in der Dehnspannung ) ergibt eine Vermehrung der Anzahl hintereinander geschalteter Sarkomere und möglicherweise auch eine Verlängerung der bindegewebigen Muskelteile, also letztendlich einen dehnfähigeren Muskel. Mechanische Stimmulation beruht auf einer ausschließlich mechanisch erzeugten Vibration, die auf den menschlichen Körper wirkt, ohne dass dieser mit Strom oder Chemie in Berührung kommt. Daher erinnert die BMS eher an dynamische und statische Körperübungen unter Einsatz von speziellen Geräten. Sie übertrifft diese jedoch bei weitem, was den Zeitaufwand und das Ergebnis betrifft. (Zeitraffereffekt) Mit Schwingungen einer jeweils definierten Frequenz und Amplitude, die vom Therapeuten für das zu behandelnde Krankheitsbild ausgewählt werden, können unmittelbar nach einer Behandlung spürbare und messbare Erfolge verzeichnet werden. So bewirken die unterschiedlichen Frequenzen eine bessere Durchblutung, eine Aktivierung des Lymphsystems, eine Intensivierung des Muskelaufbaus und der Muskeldehnung sowie Schmerzlinderung und einen Schmerzablenkungseffekt (Einfluss auf das ZNS). Die durch BMS erzeugten Schwingungen, die den natürlichen des Körpers ähneln bzw. diese imitieren, wirken auf vorgespannte oder vorgedehnte Muskeln längs zur Muskelfaser ein. |

